Christian Brade und sichere Radwege: Fahrradverkehr im Wahlkreis 31

Thema 1 · Wahlkreis 31 – Ludwigslust-Parchim IV

Sichere Radwege zwischen Parchim, Lübz und den Gemeinden

Wo bestehen Lücken im Radwegenetz – und welche Verbindungen sollten in der kommenden Wahlperiode vorangebracht werden?

Radverkehr ist hier ein konkretes Wahlkreisthema

Radverkehr wird häufig als Thema großer Städte betrachtet. Im Wahlkreis 31 zeigt sich jedoch besonders deutlich, dass sichere Fahrradinfrastruktur auch im ländlichen Raum eine wichtige Rolle spielt. Zwischen Parchim, Lübz und zahlreichen kleineren Gemeinden liegen Entfernungen, die sich grundsätzlich mit dem Fahrrad oder E-Bike zurücklegen lassen. Voraussetzung dafür sind jedoch sichere und möglichst durchgängige Verbindungen. Wo Radwege fehlen, müssen Radfahrer teilweise gemeinsam mit schnelleren Fahrzeugen auf Straßen fahren. Gerade für Schülerinnen und Schüler, ältere Menschen oder Familien kann das eine erhebliche Hürde darstellen.

Bei Christian Brade ist der Bezug zu diesem Thema eindeutig belegt. Der Landtag führt ihn als Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Sport und Radverkehr. Bei seiner Wiederkandidatur für 2026 nannte er den Ausbau sicherer Radwege in Stadt und Land, nachhaltige Mobilität und moderne Infrastruktur ausdrücklich als Schwerpunkte. Damit gehört Radverkehr nicht nur zu den regionalen Fragen dieser Kampagne, sondern auch zu den öffentlich dokumentierten politischen Arbeitsfeldern des Kandidaten.

Belegte Position: Christian Brade setzt sich öffentlich für sichere und gut ausgebaute Radwege ein. Diese Aussage ist durch seine aktuelle Funktion und seine eigenen Veröffentlichungen dokumentiert.

Konkrete Lücken wurden bereits benannt

Besonders interessant sind zwei Werkstattgespräche zur Radwegeplanung, die Brade im Februar 2025 in Kreien und Spornitz organisierte. Nach seiner Darstellung kamen dort Vertreter des Wirtschaftsministeriums, des Straßenbauamtes Schwerin, des Landkreises Ludwigslust-Parchim, des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg sowie weitere Beteiligte zusammen. Der Ansatz war praxisorientiert: Welche Voraussetzungen müssen Kommunen erfüllen? Welche Fördermöglichkeiten bestehen? Welche Projekte haben aus Sicht der Region besondere Bedeutung?

Dabei wurden mehrere konkrete Verbindungen angesprochen. Dazu zählen ein Radweg zwischen Spornitz und Matzlow, Verbindungen zwischen Parchim und Groß Godems, Karrenzin beziehungsweise Ziegendorf sowie Radwege zwischen Lübz und Kreien beziehungsweise Gehlsbach. Diese Beispiele zeigen, dass das Thema nicht abstrakt ist. Es geht um reale Strecken zwischen Orten des Wahlkreises.

Eine wichtige Unterscheidung bleibt dennoch notwendig: Ein benannter Bedarf ist noch kein fertig geplantes oder finanziertes Bauprojekt. Bei Radwegen können Zuständigkeiten unterschiedlich verteilt sein. Je nach Straße können Land, Landkreis oder Kommune beteiligt sein. Planungsrecht, Flächenerwerb, Naturschutz, Finanzierung und Baukapazitäten beeinflussen, wie schnell eine Verbindung tatsächlich umgesetzt werden kann. Gerade deshalb ist politische Koordination von Bedeutung.

Radwege erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig

Ein guter Radweg kann weit mehr sein als touristische Infrastruktur. Für Jugendliche kann er eine Verbindung zur Schule oder zum Bahnhof schaffen. Für Beschäftigte kann er einen sicheren Arbeitsweg ermöglichen. Für ältere Menschen mit E-Bikes erweitert er den erreichbaren Radius. Für Besucher stärkt er den Fahrradtourismus. Und dort, wo Radwege mit Bus- oder Bahnstationen verbunden werden, entstehen neue Kombinationen von Verkehrsmitteln.

Der Wahlkreis bietet dafür besondere Voraussetzungen. Parchim ist als Kreisstadt ein Ziel für Verwaltung, Arbeit, Schule und Einkauf. Lübz übernimmt wichtige Funktionen für sein ländliches Umfeld. Plau am See und die westliche Seenplatte sind touristisch geprägt. Dazwischen liegen zahlreiche Gemeinden, deren Bewohner im Alltag auf gute Verbindungen angewiesen sind. Ein durchdachtes Radwegenetz kann diese Räume näher zusammenbringen.

Gleichzeitig darf Radverkehr nicht gegen Autofahrer ausgespielt werden. Im ländlichen Raum wird das Auto für viele Wege weiterhin notwendig bleiben. Gute Fahrradinfrastruktur erweitert vielmehr die Wahlmöglichkeiten. Wer eine kurze oder mittlere Strecke sicher mit dem Fahrrad zurücklegen kann, gewinnt eine zusätzliche Option. Davon profitieren auch diejenigen, die weiterhin das Auto nutzen, weil Verkehr auf besonders kurzen Strecken reduziert werden kann.

Leitfrage an Christian Brade: Welche Radwegeprojekte im Wahlkreis 31 sollen aus Ihrer Sicht in der nächsten Wahlperiode höchste Priorität erhalten – und wie wollen Sie dazu beitragen, dass die bereits bekannten Lücken tatsächlich geschlossen werden?

Was eine glaubwürdige Radverkehrspolitik beantworten muss

Für die kommende Wahlperiode wäre vor allem Transparenz hilfreich. Bürgerinnen und Bürger sollten nachvollziehen können, welche Projekte bereits geplant sind, welche sich noch in einer frühen Prüfphase befinden und an welcher Stelle Hindernisse bestehen. Nicht jedes Vorhaben kann gleichzeitig umgesetzt werden. Deshalb braucht es nachvollziehbare Prioritäten.

Ein mögliches Kriterium ist Verkehrssicherheit. Strecken, die von Schülerinnen und Schülern oder vielen Pendlern genutzt werden und auf denen der Mischverkehr besondere Risiken erzeugt, könnten besonders hoch gewichtet werden. Ein weiteres Kriterium ist die Netzfunktion. Ein kurzer neuer Abschnitt kann überproportional wertvoll sein, wenn er zwei bereits vorhandene Radwege miteinander verbindet. Ebenso wichtig ist die Anbindung an Bahnhöfe, Bushaltestellen, Schulen, Gewerbegebiete oder touristische Ziele.

Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen ist entscheidend. Gemeinden verfügen über Ortskenntnis und kennen den konkreten Bedarf. Der Landkreis betrachtet überörtliche Verbindungen. Das Land ist bei Landesstraßen und Förderprogrammen ein wichtiger Partner. Straßenbauverwaltung und Planungsbehörden müssen technische und rechtliche Fragen bearbeiten. Ein Landtagsabgeordneter kann nicht jeden Radweg selbst bauen. Er kann aber Ansprechpartner zusammenbringen, politische Prioritäten ansprechen und dafür werben, dass Projekte nicht an fehlender Abstimmung scheitern.

Die bisherigen Werkstattgespräche zeigen, dass Brade diese moderierende Funktion bereits genutzt hat. Für die Wahl 2026 stellt sich nun die Frage, welche messbaren nächsten Schritte daraus entstehen sollen. Gerade bei Infrastrukturprojekten reicht es nicht, nur einen allgemeinen Ausbau zu versprechen. Interessant ist, welche Strecken zuerst untersucht, geplant, finanziert oder gebaut werden sollen.

Radverkehr und Tourismus zusammendenken

Für Lübz und Plau am See besitzt der Radverkehr zudem eine touristische Dimension. Die Region liegt zwischen Müritz-Elde-Wasserstraße, Plauer See und weiteren landschaftlich attraktiven Gebieten. Gute Radverbindungen können Besucher dazu bewegen, länger in der Region zu bleiben, lokale Gastronomie zu nutzen und verschiedene Orte miteinander zu verbinden. Gleichzeitig müssen touristische Strecken so geplant werden, dass sie auch für Einheimische einen praktischen Nutzen haben.

Das Ziel sollte deshalb nicht ein einzelner Vorzeigeweg sein, sondern ein Netz. Ein Netz funktioniert nur, wenn Anschlüsse stimmen, Gefahrenstellen reduziert werden und Wegweisung verständlich ist. Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen und wichtigen Haltestellen können ebenfalls dazu gehören. Gerade E-Bikes erweitern die Reichweite des Fahrrads im ländlichen Raum erheblich und verändern damit die Frage, welche Distanzen alltagstauglich sind.

Die Diskussion über Radwege im Wahlkreis 31 ist somit zugleich eine Diskussion über Verkehrssicherheit, Klimaschutz, Tourismus, Erreichbarkeit und Lebensqualität. Die Ausgangslage ist konkret genug, um im Wahlkampf nicht bei allgemeinen Formulierungen stehen zu bleiben.

FAQ: Radwege im Wahlkreis 31

Ist Radverkehr ein belegter Schwerpunkt Christian Brades?

Ja. Der Landtag führt Christian Brade als Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Radverkehr und Sport. Er selbst nennt den Ausbau sicherer Radwege als Schwerpunkt.

Welche konkreten Radweglücken wurden öffentlich genannt?

Bei Werkstattgesprächen wurden unter anderem Spornitz–Matzlow, Verbindungen von Parchim nach Groß Godems, Karrenzin und Ziegendorf sowie Verbindungen von Lübz nach Kreien und Gehlsbach thematisiert.

Wer ist für den Bau eines Radwegs zuständig?

Das hängt insbesondere von der jeweiligen Straße ab. Kommunen, Landkreis oder Land können zuständig sein. Deshalb sind Abstimmung und klare Zuständigkeiten ein wichtiger Teil der Projektentwicklung.

Warum sind Radwege im ländlichen Raum wichtig?

Sie können Schul-, Arbeits- und Freizeitwege sicherer machen, Ortschaften verbinden, den Tourismus unterstützen und eine Alternative für kürzere Autofahrten bieten.

Geht es in dieser Seite um ein neues Wahlversprechen?

Nein. Die öffentlich belegte Position Brades zum Radverkehr wird von der offenen Frage getrennt, welche konkreten Projekte er für die nächste Wahlperiode priorisieren möchte.

Geprüfte Quellen

Landtag Mecklenburg-Vorpommern – Abgeordnetenporträt Christian Brade

Christian Brade – Wiederkandidatur 2026

Christian Brade – Radwege im Fokus

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